Nachgefragt

Liebe Frau Winkler,
30 Jahre Deutscher Klöppelverband e. V. - 30 Jahre Mitgliedschaft Eva-Maria Winkler!

Eine lange Zeit, in der viel passiert ist und sich viel ereignet hat...

Wie sehen Sie die Entwicklung des Deutschen Klöppelverbandes un den vergangenen 30 Jahren?
Der Deutsche Klöppelverband hat sich zum Ziel gesetzt, Spitze zu bewahren, zu pflegen und zu fördern. Im Rückblick sehe ich diese Ziele als gut gelungen an, vor allem die Weiterentwicklung der Spitze zu einem zeitgemäßen Gestaltungselement.

Während der letzten 30 Jahre haben Sie viele Aufgaben übernommen, an vielen Projekten mitgearbeitet und waren stets ansprechbar, wenn etwas getan werden musste.  In den ersten Jahren war dies die Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Wettbewerb.

Deshalb meine Frage: Welche Bedeutung hat der jährlich ausgeschriebene Wettbewerb für die Entwicklung der Klöppelspitze?
Klöpplerinnen machen sich Gedanken über verschiendenste Gestaltungsmöglichkeiten mit Spitze.

 

Der Arbeitskreis Ausbildung war Ihr nächster Meilenstein im Dienste des Verbandes. Sie haben den Arbeitskreis lange Jahre geleitet.

Wie sollte das Angebot des AK Ausbildung aussehen, um möglichst viele Klöpplerinnen zu erreichen und die unendlich große Anzahl an Möglichkeiten, die das alte Kunsthandwerk zu bieten hat, aufzuzeigen?
Der Arbeitskreis Ausbildung sollte sein Angebot so gestalten, dass es sowohl für Anfängerinnen als auch für fortgeschrittene Klöpplerinnen eine Möglichkeit der Weiterbildung gibt,  und zwar sowohl im technischen als auch im kreativen Bereich.

Sie haben Ihr eigenes Klöppeln durch Projektarbeiten, Kurse, Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Technik und Ausstellungen weiterentwickelt und zu großem Können geführt.

Was würden Sie einer Anfängerin raten, die sich weiterbilden und -entwickeln möchte, wie sie vorgehen soll?
Eine Anfängerin sollte sich erst eine gute technische Grundlage schaffen, damit sie dann in der Lage ist, ihre kreativen Ideen gut umzusetzen.

Und zum Abschluss noch eine letzte Frage: Welche drei Begriffe fallen Ihnen spontan ein, wenn Sie an Spitze denken?
Transparenz, Zartheit, Ästhetik.

Frau Winkler, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, unsere Fragen zu beantworten.