32. Klöppelspitzen-Kongress in Hattingen 2014

Fotos: J. Luderich, S. Lüdtke

 

"Glück auf, so sagt man hier". Mit diesem Gruß begrüßte Frau Dr. Goch, die Bürgermeisterin der Stadt Hattingen die Kongressbesucher. Wer dieses Mal alle Ausstellungen sehen wollte, durfte weder Treppen noch Kellergewölbe scheuen. Doch die Wege lohnten sich, präsentierten sich die Ausstellungen in diesem Jahr doch in sehr außergewöhnlicher Atmosphäre, die sogar den männlichen Begleitpersonen Freude machte. "Die Frauen gucken auf die Spitzen, die Männer sehen sich die Maschinen an", so der Kommentar einer Besucherin.

  • Das LWL Industriemuseum Henrichshütte war der Hauptstandort des Kongresses. In der historischen Gebläsehalle befand sich die Hauptausstellung des Deutschen Klöppelverbandes. Die durchweg modernen Entwürfe wurden perfekt ergänzt durch die Leihgaben historischer Spitzen aus einer Privatsammlung.

    Desweiteren konnte man in der großen Halle den Feuerstrom bewundern, eine Geimeinschaftsarbeit der Klöppelgruppe Bergische VHS Solingen-Wuppertal, die unter der Leitung von Erika Knoff entstand. Gleich am Anfang der historischen Gebläsehalle befand sich eine kleine feine Präsentation von geklöppelten Blüten, die von der Finnin Lia Looga angefertigt wurden.

    Ging man durch die historische Gebläsehalle hindurch, so fand man an die Wand geschmiegt eine kleine Treppe. Von dort aus gelangte man in die Kellergewölbe. Hier wurde die Ausstellungen "T-Shirts, Mitglieder machen Mode" gezeigt, die die Exponate der Mitmach-Aktion des Deutschen Klöppelverbandes präsentierte. Außerdem zeigten Klöpplerinnen unter der Leitung von Ruth Bühlmann, dass Nichts nicht Nichts ist und auch die Ergebnisse des Gestaltungsseminars Farbe war hier zu bewundern. Ulrike Voelcker leitete die BOGATA-Gruppe dazu an, sich Gedanken im Einzelnen sowie im Gesamten zu machen. Aus Variationen des Pariser Grundes entstand die Gemeinschaftsarbeit Grüne Schienen im Rost. Und auch die Ausstellung der Association Jurassienne des Dentellières, für die Mireille Finger verantwortlich war, zog die Besucher mit Kleidungsstücken und Accessoires, die mit Klöppelspitze verziert wurden, in ihren Bann.

    Im Erdgeschoss der Henrichshütte fanden die Besucher den Verbandsstand und die Stände der AKs und AGs, die Vorträge, den Flohmarkt und das Kongressbüro. Auch fand hier, in der neuen Gebläsehalle, die Abendveranstaltung mit Modenschau und die Vorträge sowie die Mitgliederversammlung statt.
     
  • Im Rathaus der Stadt waren die Ergebnisse der Workshops Löchlein, Loch, gelocht unter der Leitung von Esther Wanzenried und des Workshops Färben mit Fäden unter der Leitung von Lieve Smets zu sehen.
     
  • Im Alten Rathaus fanden die Besucher zwei Ausstellungen, die sich ebenfalls sehen lassen konnten. Zum einen präsentierten die Absolventen der Staatshochschule für Volkskünste St. Petersburg Kleider, die komplett in Russischer Bänderspitze geklöppelt wurden. Darüber befand sich die Ausstellung der LOKK, die von historischer Spitze bis zu modernen Exponaten reichte.
     
  • Und wer die diesjährigen Wettbewerbe des Verbandes für Erwachsene und für Kinder sehen wollte, konnte dieses in der Stadtbibliothek im Reschop Carré tun.
     
  • Die Händlerhalle war, etwas ab vom Schuss, in der Realschule Grünstraße untergebracht, weswegen der Shuttlebus-Service von vielen Besuchern gerne angenommen wurde.