21. Klöppelspitzenkongress
in Emden 2003

 

Der 21. Klöppelspitzenkongress in Emden stand ganz im Zeichen moderner Spitze. Unter dem Motto „Spitzenwege ins 21.Jahrhundert" wurden vielfältige Ausstellungen gezeigt, die die Entwicklung der Spitze besonders in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts reflektierten.

Es wurde deutlich, dass die Spitze ihren Weg über die bloße Gebrauchsspitze (z.B. Bekleidung, Wäsche, etc.) hin zum eigenständigen Kunstobjekt gefunden hat.

Allein die Hauptausstellung des Verbandes zeigte auf fast 500 qm Fläche in der Berufsbildenden Schule II einen Querschnitt durch die Formen-, Farben- und Ausdrucksvielfalt, die sich entwickelt hat: Von auch weiterhin traditionell geprägter Spitze über abstrahierende, bildhafte Darstellungen, Schmuck, dreidimensionale Objekte bis hin zur künstlerischen Verbindung von Spitze mit anderen Materialien (z.B. Malerei, handgeschöpftes Papier. etc.) und gar dem Klöppeln mit völlig spitzen-untypischen Materialien.

Hinzu kamen wunderschöne Präsentationen von Gruppen um bzw. mit Peter Paul Hempel, Ulrike Löhr, Marie-Louise Prinzhorn, Barbara Saupe, Els Theeuwsen, Elke Tjardes, um nur einige zu nennen, die zur großen Freude der zahlreichen Besucherinnen und Besucher weitere Facetten der Spitzenkunst beisteuerten.

Welche Wege die Spitze im neuen Jahrhundert weiterhin nehmen wird – die Zukunft wird es zeigen. Allerdings: Die ersten Schritte sind getan, die Phantasie und die Begeisterung der Spitzenkünstlerinnen und –künstler wird ihren Teil beitragen.

Sehr viele Exponate der Hauptausstellung sind im neuen Buch des Verbandes „Klöppelspitze in Deutschland – Ihre Weiterentwicklung von 1950 – 2000", erarbeitet von Uta Ulrich, zu finden. Zugleich wurde das Buch „Spitzen des 20. Jahrhunderts - 1900-1950" neu aufgelegt. Damit steht nunmehr eine komplette Dokumentation der Klöppelspitze in Deutschland im 20. Jahrhundert zur Verfügung.

Emden präsentierte sich als perfekter Veranstaltungsort. Auch dort ergänzen sich - wie bei der Klöppelspitze - Tradition und Moderne. Ein besonderes Erlebnis war für viele Kongressgäste ein Besuch in der Kunsthalle Emden, die von der Schirmherrin des Kongresses, Eske Nannen und ihrem verstorbenen Mann Henri Nannen gegründet wurde.

Emden bot den Kongressbesucherinnen und –besuchern ein herzliches Willkommen. An den Veranstaltungsorten Nordseehalle, Neues Theater, VHS, BBS II und Landesmuseum tat man alles , um den Kongressbesuch so angenehm wie möglich zu gestalten. Unser Dankeschön geht daher an alle, die unseren Kongress in Emden unterstützten und natürlich auch an die vielen Helferinnen und Helfer, die sich zum Teil schon „alle Jahre wieder" zur Verfügung stellten, und zum Gelingen des Kongresses beitrugen.

Es folgen einige Eindrücke vom Kongress 2003.

Wir laden schon heute zum kommenden Kongress in Bad Pyrmont ein! Unser Thema dort wird sein: „Pracht in Spitze – von Fächer und Pfau".

 

Eindrücke der Hauptausstellung
zum Thema "Spitzenwege ins 21. Jahrhundert"

 

Blick von oben auf die Hauptausstellung

Figurinen mit Kleidungstücken von M. Walter-Kampmann

Taufkleid von B. Pohl

Taufkleid von G. Grohmann

Detail: Taufkleid von B. Pohl

"Galaxis" von U. Huppertz

Arbeit von B. Saupe

 

Raum-Mobiles:

 

"Von der Hand in den Mund " von G.Kister-Schuler

"Dodekaeder" von F. Lorenz